Spaziergang Pinchart
• am Pinchart bis zu seiner Quelle entlanggehen und hauptsächlich die Wege (81 und 85) nehmen, die in Vergessenheit geraten und jetzt wieder öffentlich zugänglich gemacht worden sind.
• die Pfeilmarkierung entdecken, die wir auf den verschiedenen Routen vereinheitlichen wollen.
• die ungefähr 10 Schilder, die von den Mitgliedern des Plan Communal de Développement de la Nature (PCDN) (Kommunalplan zur Naturentwicklung), die die Aufwertung des Naturerbes zum Ziel haben, aufgestellt wurden.
Diese Route ist ungefähr 12 km lang und bietet dennoch eine kürzere Variante an. Wie auch bei den schon veröffentlichten Spazierwegen werden auf der Karte elf Zahlen erwähnt. Diese verweisen auf den untenstehenden Text. Auf der Karte ist der Buchstabe „P“ mehrmals zu sehen: dies sind die neun Schilder des PCDN mit den Beschreibungen des Naturerbes.
1. Bois du Buston
Der Bois du Buston ist in Gemeindebesitz. Seit 1999 versucht die Stadt – mit verschiedenen Partnern – die drei Funktionen des Waldes zu fördern: die Fischerei, die ökologische und soziale Funktion.
Gehen Sie in diesen Wald und spazieren rund um die verschiedenen Teiche. Vielleicht sehen Sie ja einen Eisvogel, einen Buntspecht, einen Kleiber oder kleine Frösche, die in einem der Teiche zur Welt gekommen sind.
2. Reservat für Frösche/Kröten und die Verborgene Schuppenwurz
Jedes Jahr im Frühling organisiert die PCDN eine Aktion zur Rettung der Amphibien. Es geht darum, den Fröschen und Kröten zu helfen, vom Wald, in dem Sie außerhalb des Wassers leben und im Winter Unterschlupf gefunden haben (bei feuchtem Wetter kommen sie nachts heraus) zu den Teichen zu gelangen, um ihre Eier zu legen. Eine andere Besonderheit dieses privaten Waldes ist die Tatsache, dass er einer der beiden einzigen Gebiete in Wallonisch-Brabant ist, in dem die Verborgene Schuppenwurz wächst (das zweite Gebiet befindet sich am Punkt Nr.10). Es handelt sich um eine seltene und geschützte Pflanze. Trotz der intensiven violetten Farbe kann es sein, dass Sie die Pflanze nicht entdecken, da sie am Anfang der Saison blüht, keinen Stiel hat und in einer wechselseitigen Beziehung am Fuße von Eschen und Erlen wächst.
3. Ferme du Moulin und Pinchart
Entlang des Pinchart kann man verschiedene „Mühlen“-Aktivitäten am Ort der derzeitigen Ferme entdecken, die dort seit 1374 stattfanden. Der Bauernhof, der auf das Jahr 1752 zurückgeht, wurde Anfang des Jahrhunderts umgebaut. Es wurde ein Metallrad mit Schöpfrädern angebracht. Der Pinchart entspringt auf einer Wiese in Montaury und fließt auf der Höhe der Brücke in die Dyle ein. In seinen Gewässern hat man nur den Dreistacheligen Stichling verzeichnet, einen kleinen 5 bis 8 cm langen Fisch, was auf eine mittlere Wasserqualität hinweist.
4. La Cressonnière (Kressebetrieb)
Der Weg am Pinchart entlang ist mit einigen interessanten Naturgebieten gesäumt. Eines ist der alte Kressebetrieb von Pinchart. Dieser wurde bis vor ca. zwanzig Jahren betrieben und wird heute von der Stadt und dem PCDN geführt. Enten und Waldschnepfen haben dort ihr Zuhause gefunden. Die Vegetation ist von besonderer Art: Segge, Schmalblättriger Rohrkolben, Landwasser-Knöterich und, natürlich, Kresse. Die die Produktionsbecken begrenzenden Dämme werden jährlich instand gehalten mit dem Ziel, ein Feuchtgebiet sowie eine Umgebung, die an die alte Kresseproduktion erinnert, zu erhalten.
5. Pinchart oder „rë dë Pën’tchô“ (auf wallonisch)
Mit der Wiedereröffnung der Wege 81 und 85 kann man jetzt entlang des Pinchart an seinem wilden Teil laufen. Das Wort „Pinchart“ könnte aus dem Niederländischen stammen und „schillernde Erde“ bedeuten.
6. Rue du Puits
Die Rue du Puits – die für Verbesserungsarbeiten vorgesehen ist - stellt eine wesentliche Straße für angenehmes Reisen dar: auf ihr kann man leicht vom Zentrum von Ottignies nach Puits, Lasne oder Rixensart gelangen. Man genießt einen sehr schönen Ausblick auf die weit entfernte Landschaft von Céroux und auf die etwas näher gelegenen alten Obstwiesen. Seit mehreren Jahren pflanzt die Stadt neue Hochstammobstbäume, die für Insekten, Vögel (zum Beispiel für die Eule) und Säugetiere lebenswichtig sind.
7. Ferme des Hayettes
Dieser Bauernhof, der schon im Jahr 1482 erwähnt wird, wird seit mehreren Jahren nicht mehr betrieben. Auf den Wiesen auf der gegenüberliegenden Seite entspringt der Pinchart.
8. Die Felder von Padri Céroux
Von hier aus hat man einen weiten Ausblick auf die Landschaft von Ottignies-Louvain-la-Neuve. Die Wegesränder, die extensiv bewirtschaftet werden (spätes Ausmähen), werden u.a. von den schönen Farben des Mohns oder der Ackerwinde geschmückt.
9. Ferme de Balbrire
Dieser Bauernhof wird schon im 13. Jahrhundert erwähnt, aber der aktuelle Bau geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Der Ortsname „Balbrire“ bedeutet „Belle Bruyère“ (Schöne Heide). Er erinnert an die Ansiedelung dieser Pflanze im Talgrund.
10. Fond du Try
Der Weg entlang des Tals des Pinchart ist oft feucht. Er wird von zahlreichen kleinen Quellen gespeist, die am Fuße des Hügels erscheinen. Die Vegetation des Talgrundes besteht u.a. aus Weiden, Eschen und Pappeln, zu denen sich die Verborgene Schuppenwurz gesellt.